Haare gehören auf den Kopf.

 

Als Lehrer steht man in jeder Beziehung im Blickpunkt der Kinder. Dabei fallen ihnen Sachen auf, die einem selbst noch gar nicht bewusst geworden sind. Zum Beispiel stellte Alexandra gleich in der ersten Sportstunde als sie neben mir saß fest: „Herr Maiwald, sie haben ja Haare auf dem Arm, die gehören doch auf den Kopf.“

 

Auch Kai äußerte sich fürsorglich, als er etwas kritisch auf meinen Bauch schaute: „Herr Maiwald, das war vor den Ferien aber auch weniger.“ Zu meiner Ehrenrettung muss ich sagen, ich gehöre eher zu den Leichtgewichten und versuchte zu der Zeit gerade wieder drei Kilo zuzunehmen, die ich in den Ferien durch eine Lebensmittelvergiftung verloren hatte.

 

Was wäre das für eine Schulzeit, in der man sich nicht wenigstens einmal in seine Lehrerin oder seinen Lehrer verliebt hätte. Zu diesem großen Themenkomplex kann ich zwei Geschichten beisteuern.

 

Meine mich liebende Melanie aus der 8. Klasse kam zu meinem Kollegen und teilte ihm mit: „Meine Hormonstörungen sind wieder in Ordnung.“ Mein Kollege war etwas verwirrt und fragte nach: „Wieso?“ Melanie: „Tja, mit Herrn Maiwald das ist vorbei.“

 

Die zweite Geschichte zu diesem Thema ist eine meiner Lieblingsanekdoten

und verlief folgendermaßen. Eines Nachmittags traf ich mich mit meiner zweiten Klasse zum Inliner fahren auf dem Schulhof. Meine Braut, die erst das dritte Mal auf Inlinern stand, übte vorsichtig am Rand. Auf der anderen Seite des Schulhofes stand ich mit drei meiner Schülerinnen beisammen, und wir unterhielten uns über dies und das. Plötzlich verkündete Anna ganz euphorisch: „Ich liebe vier Jungen aus meiner Klasse.“ Nachdem Anna die vier Herren aufgezählt hatte, fügte Elisa leise hinzu: „Ich liebe nur einen.“ Ich fragte sie: „Und wen liebst du?“ Elisa guckte mich mit großen Augen an: „Dich.“ Mit dieser Antwort hatte ich nun nicht gerechnet. Nach einem kurzen Moment sagte ich zu ihr: „Aber ich heirate ja nun nächste Woche.“ Darauf erwiderte Kristin sofort mit grimmiger Miene: „Und dann auch noch Monika, die noch nicht einmal richtig Inliner fahren kann.“ Tja, das hatte ich natürlich nicht bedacht.

 

Auch bei der nächsten Frage war ich etwas perplex. Michelle aus der dritten Klasse fragte mich: „Herr Maiwald, wie viele Kinder haben Sie?“ Meine Antwort lautete: „Keine.“ Worauf Michelle sofort nachhakte: „Und wie viele hat Ihre Frau?“

 

 

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